Wiesbaden — Ottobre 28, 2021 —

Im Durchschnitt 1,72 Millionen Euro müssen Finanzdienstleister weltweit aufwenden, um nach einer Ransomware-Attacke wieder arbeitsfähig zu werden. Das hat Sophos in seiner Analyse „The State of Ransomware in Financial Services 2021“ eruiert. Der globale Mittelwert aller Branchen liegt etwas darunter bei 1,59 Millionen Euro. Zugleich zeigen die Untersuchungen, dass der Finanzsektor gegenüber Ransomware-Angriffen recht widerstandsfähig ist: 62 Prozent der in 2020 attackierten Unternehmen weltweit konnten ihre verschlüsselten Daten aus Backups wiederherstellen. Aber: in der DACH-Region gelang dies nur 47 Prozent der befragten Unternehmen.

Einige Ergebnisse in der Übersicht:

  • Ransomware traf in 2020 34 Prozent der befragten internationalen Finanzdienstleister, in der DACH-Region waren 46 Prozent betroffen.
  • Während international 51 Prozent der befragten, betroffenen Unternehmen angaben, dass die Angreifenden ihre Daten verschlüsseln konnten, lag dieser Wert in DACH mit 61 Prozent deutlich höher.
  • 25 Prozent international (und 29 Prozent in der DACH-Region) überwiesen das geforderte Lösegeld zur Datenbefreiung. Die zweitniedrigste Zahlungsquote aller Branchen, weltweit und über alle Branchen hinweg zahlen rund 32 Prozent der Unternehmen ein Lösegeld.
  • 47 Prozent aller befragten Finanzdienstleister halten sich für potenziell gefährdet, ein Opfer von Ransomware zu werden, weil die Angriffe so raffiniert und schwer zu stoppen geworden sind. Finanzdienstleister der DACH-Region gehen gar zu 58 Prozent von diesem Szenario aus.
  • 58 Prozent der befragten DACH-Finanzdienstleiter glauben in Zukunft ins Visier geraten zu können, weil bereits andere Unternehmen ihres Sektors Kontakt mit Ransomware hatten. Unternehmen anderer Regionen teilen diese Sorge zu 45 Prozent.

„Strikte Richtlinien im Finanzsektor erfordern starke Defensivmaßnahmen. Leider führen sie auch dazu, dass ein Ransomware-Angriff wahrscheinlich sehr kostspielig für die betroffenen Organisationen wird. Summiert man die Kosten von behördlichen Geldstrafen, Neuaufbau des IT-Systems und der Stabilisierung der Markt-Reputation – besonders bei Verlust von Kundendaten – erklären sich die gut 1,7 Millionen Euro der Sophos-Untersuchung,“ sagt John Shier, Senior Security Advisor bei Sophos.

DACH-Region setzt auf Technologie

Finanzdienstleister gehören zu den reguliertesten Branchen weltweit. Für sie gelten sehr viele Vorschriften, die exorbitant hohe Strafen für Nichteinhaltung und Datenpannen vorsehen. Darüber hinaus sind viele von ihnen dazu verpflichtet, Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Wiederherstellung im Katastrophenfall zu erstellen, um jeglichen Schaden, der aus Cyberangriffen entstehen kann, zu minimieren.

Während international also viele gewissenhaft Backups machen, setzt die DACH-Region im Vergleich stärker auf Technologie-Lösungen. So geben international 66 Prozent und DACH-weit 71 Prozent an, IT-Sicherheit-trainiertes Personal zu haben, 59 Prozent weltweit und 79 Prozent in der DACH-Region setzen demnach Anti-Ransomware-Technologien ein. Entsprechende Versicherungen haben in der DACH-Region 71 Prozent der befragten Unternehmen, weltweit sind es 41 Prozent.

Zwei Faktoren, die Sorge bereiten

Die Tatsache, dass die kleine, aber aussagekräftige Menge von acht Prozent der Finanzdienstleister bereits Erfahrung mit „erpresserischer Ransomware“ gemacht hat, bietet laut Shier einen kleinen Anlass zur Sorge. Hierbei werden Daten nämlich nicht verschlüsselt, sondern gestohlen. „Und den Beraubten wird mit Online-Veröffentlichung gedroht, wenn sie sich gegen die Zahlungen wehren. Die bei Unternehmen aus dem Finanzsektor beliebten und gut gepflegten Backups bieten genau gegen diese Bedrohung nämlich keinen Schutz.“ Ebenfalls ein Grund zur Besorgnis bei den Sophos-Expert:innen bietet die Tatsache, dass 11 Prozent der Befragten (DACH: 36 Prozent) der Ansicht waren, gar nicht Opfer von Ransomware werden zu können, da sie „kein Ziel“ seien.

„Eine mehr als gefährliche Annahme,“ so John Shier, wirklich jeder könne zur Zielscheibe eines Ransomware-Angriffs werden. „Der beste Weg ist, zunächst einmal anzunehmen, dass man irgendwann ins Visier von Cyberkriminellen gerät und entsprechende Abwehr zu implementieren, denn für den Finanzsektor steht schlichtweg zu viel auf dem Spiel, als dass er ohne Abwehrmechanismen gegen Cyberattacken agieren könnte. Während Unternehmen deshalb weiterhin bei Backups und Wiederherstellungsplan am Ball bleiben sollten, ist es außerdem wichtig zugleich ihre Anti-Ransomware Defensive auszuweiten – am besten durch Kombination von Technologie mit Menschen-geführtem Threat Hunting.“

Zur Studie „The State of Ransomware in Financial Services 2021“

Sophos befragte rund 5.400 IT-Entscheider, darunter 550 in Finanzdienstleistern, in 30 Ländern aus Europa, Afrika, Amerika, Zentralasien sowie dem Asia-Pazifik-Raum und Mittleren Osten.

Informazioni su Sophos

Sophos è un leader globale e innovatore di soluzioni di sicurezza avanzate per sconfiggere gli attacchi informatici. L'azienda ha acquisito Secureworks il Febbraio 2025, unendo due pionieri che hanno ridefinito l'industria della cybersicurezza con i loro servizi, tecnologie e prodotti innovativi e ottimizzati grazie all'intelligenza artificiale nativa. Sophos è ora il più grande fornitore di servizi di Managed Detection and Response (MDR), a supporto di oltre 28.000 organizzazioni. Oltre a MDR e ad altri servizi, il portfoglio completo di Sophos comprende soluzioni leader di mercato per endpoint, network, email e cloud security che interagiscono attraverso la piattaforma Sophos Central e innalzano le barriere di sicurezza. Secureworks fornisce l'innovativa Taegis XDR/MDR, anch’essa leader di mercato, l’ identity threat detection and response (ITDR), le capacità SIEM di nuova generazione, il managed risk e un ampio set di Advisory Services. Sophos vende tutte queste soluzioni attraverso partner rivenditori, Managed Service Provider (MSP) e Managed Security Service Provider (MSSP) in tutto il mondo, difendendo oltre 600.000 organizzazioni da phishing, ransomware, furto di dati, altri crimini informatici quotidiani e state-sponsored. Le soluzioni sono alimentate dall'intelligence sulle minacce acquisita storicamente e in tempo reale di Sophos X-Ops e dal Counter Threat Unit (CTU) appena aggiunto. Sophos ha sede a Oxford, Regno Unito. Ulteriori informazioni sono disponibili su www.sophos.it.